PKW

Strassenreifen

"„Normale" PKW-Reifen für den Durchschnittsfahrer. Woran erkenne ich einen qualitativ hochwertigen Reifen? Eigenschaften guter PKW-Reifen sind:

  • möglichst viel Komfort
  • Laufruhe
  • starke Bodenhaftung
  • gutes Verhalten bei Regen und Glätte
  • geringer Verschleiß.

Geländereifen

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Geländereifen:

All-Terrain (AT), Mud-Terrain (MT) und Boggers. AT-Reifen sind hauptsächlich für den Einsatz auf geteerten Straßen gedacht und bedingt geländetauglich. Bei MT-Reifen ist es umgekehrt: sie wurden speziell für Fahrten im Gelände entwickelt und sind deshalb nur eingeschränkt auf der Straße zu verwenden. Boggers sind sehr grobe Reifen, die ausschließlich für das Gelände geeignet sind.

Rennsportreifen

Es gibt nur wenige Rennsportreifen, die auch eine Straßenzulassung haben. Dazu gehören beispielsweise PKW-Reifen, die extrem wenig Profil haben, weil sie schon „angefahren" sind, was für eine besonders gute Haftung sorgen soll. Allerdings sind diese Reifen für den Alltag nicht zu empfehlen, da ihre Lebensdauer extrem kurz ist.

Niederquerschnittsreifen

„Niederquerschnittsreifen“ ist ein Oberbegriff für solche PKW-Reifen, die besonders flach sind. Eine Schulterhöhe von weniger als 45 Millimetern gilt dabei als Niederquerschnitt. Reifen dieses Typs sind aufgrund ihres geringeren Materials leichter und bieten auf dem Rad eine ansprechendere Optik. Durch ihr geringeres Profil vermitteln sie allerdings einen schlechteren Federungskomfort. Je schmaler der Reifen, desto „härter" fühlt sich das Fahrwerk an.

Slicks

Slicks sind Reifen, die ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke gedacht und nicht im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind. Sie haben kein Profil und eine Gummimischung, die bei richtiger Temperatur und trockener bis leicht feuchter Straße sehr gute Haftung ermöglicht.

Grössenbezeichnung

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Auf einem Reifen sind die Maße meist auf der Stirnfläche eingeprägt. Ein Beispiel: 205 / 55 R 16 91W

Das bedeutet: Der Reifen ist 205 Millimeter breit (1), 55 Millimeter hoch (2) (von Felgenrand zu Lauffläche) und hat einen Innendurchmesser von 16 Zoll (4), welcher auch gleichzeitig der Durchmesser der passenden Felge zu diesem Reifen ist.

Das „R" (3) kennzeichnet die Bauweise des Reifens (hier: radial), die 91 (5) steht für die Tragfähigkeit und das „W" (6) zeigt die Höchstgeschwindigkeit für diesen Reifen an (hier: 270 km/h) – siehe auch Produktmerkmal Geschwindigkeitsindex! Die Nummer 0201 (7) steht für das Herstellerdatum: 02. Kalenderwoche des Jahres 2001.

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Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen

Man unterscheidet zwischen Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen, die abhängig von der Witterung unterschiedliche Haftungseigenschaften haben.

Sommerreifen sind grundsätzlich für höhere Temperaturverhältnisse konstruiert. Fällt die Temperatur unter einen bestimmten Wert, verschlechtern sich die Eigenschaften rapide: Die Haftung wird schlechter und der Reifen verschleißt deutlich schneller, weil die Gummimischung für niedrige Temperaturen zu hart ist. Wo genau dieser Wert liegt, variiert von Reifen zu Reifen. Bei Temperaturen deutlich unter sieben Grad Celsius empfehlen sich jedem Fall Winterreifen.

Winterreifen sind an das Fahren bei niedrigen Temperaturen angepasst. Wenn die Temperatur über einen bestimmten Wert steigt, verschlechtern sich die Eigenschaften dieser Reifen: Sie verlieren an Haftung und verschleißen deutlich schneller, weil die Gummimischung für hohe Temperaturen zu weich ist. Wo genau der Grenzwert liegt, ist von Reifen zu Reifen unterschiedlich. Bei Temperaturen deutlich über sieben Grad Celsius ist der Wechsel auf Sommerreifen angebracht. Winterreifen sind außerdem im Abrollgeräusch etwas lauter als Sommerreifen.

Weil nicht jeder das Geld für Winterreifen ausgeben will, greifen manche zu Ganzjahresreifen. Diese sind ein Kompromiss aus Winter- und Sommerreifen – aber eben nur ein Kompromiss! So muss man in Kauf nehmen, dass weder die Haftung noch der Verschleiß bei einem Ganzjahresreifen optimal ist. Außerdem verbraucht man im Sommer mit Ganzjahresreifen mehr Sprit, weil sie dann einen größeren Rollwiderstand haben.

Profil

Abgefahrene Reifenprofile werden mit Nässe, Glätte oder Schneematsch nicht mehr fertig. Je geringer die Profiltiefe, desto länger die Bremswege auf nasser Fahrbahn. Verlust des Fahrbahnkontaktes (Aquaplaning) tritt bei geringer Profiltiefe schon bei niedrigen Geschwindigkeiten auf.

Abnutzungsindikatoren in den Längsrillen der Reifen sind ein Warnzeichen. Sie erscheinen dort als Querstege, wenn das Profil auf 1,6 Millimeter geschrumpft ist. Sie sollten aber nicht so lange warten, sondern um der Sicherheit willen die Reifen Ihres Autos schon etwas früher wechseln.

Bei Sommerreifen ist der Austausch fällig, wenn das Profil bis auf 2 Millimeter abgefahren ist. Bei Breitreifen sollten 3 Millimeter als Untergrenze gelten.

Winterreifen verlieren ihre Haftkraft auf schneebedeckter Fahrbahn schon bei 4 Millimeter Restprofiltiefe. Sie sollten spätestens dann ausgetauscht werden.

Auswuchten

Damit Reifen gerade laufen, dürfen sie keine Unwucht haben. Vor der Montage sollten die Räder daher ausgewuchtet werden. Dabei werden kleine Gewichte an der Felge angebracht, wodurch eine Unwucht ausgeglichen werden kann. Wenn die Räder fachgerecht gelagert wurden, sollten im Normalfall keine Unwuchten entstehen.

Wer auf das Wuchten verzichtet, geht jedoch ein Risiko ein, da durch eine Unwucht sehr große Kräfte auf die Karosserie wirken können.

Geschwindigkeitsindex

Die Geschwindigkeitsangabe ist ein Buchstabencode, der auf die Höchstgeschwindigkeit hinweist, mit der ein Reifen gefahren werden kann. Die Geschwindigkeitsangabe finden Sie auf der Flanke des Reifens. Vergleichen Sie sie mit den Werten in der Tabelle!

Geschwindigkeitskl. Klasse B C D E F G J K L M N P Q R S T U H V W ZR Y
km/h 50 60 65 70 80 90 100 110 120 130 140 150 160 170 180 190 200 210 240 270 240 300

Laufrichtung

Bedingt durch ihr Profil haben einige Reifen eine Laufrichtung, die eingehalten werden muss. Diese ist mit einem Pfeil auf der Stirnfläche des Reifens gekennzeichnet, der in die Richtung zeigt, in die der Reifen rotieren soll. Es gibt aber auch Reifen, bei denen die Laufrichtung nicht vom Hersteller vorgegeben wurde.

Trotzdem: Wenn ein Reifen ohne Laufrichtungsmarkierung schon einige Kilometer in eine bestimmte Richtung gelaufen ist, darf daran nichts mehr geändert werden, weil der Reifen sonst während der Fahrt platzen könnte!

Runderneuerte Reifen

Runderneuerte Reifen sind um rund ein Drittel billiger als völlig neue Reifen. Dazu wird die Lauffläche von verschlissenen Reifen entfernt und durch eine neue ersetzt. Runderneuerte Reifen sind nicht unbedingt schlechter als neue – Konsumenten sollten Testberichte konsultieren.

Einlagerung

Reifen Service Bergerhoff in Wiehl bietet die Einlagerung der demontierten Räder bis zum nächsten Saisonwechsel an. Das erspart das Hin- und Hertransportieren der Räder. Wichtig ist, dass die Reifen fachgerecht gelagert werden, damit sie keinen Schaden nehmen. Der Lagerraum sollte möglichst kühl, trocken und dunkel sein. Für die Einlagerung gibt es einen Pauschaltarif, der bis zum nächsten Saisonwechsel gültig ist.

Radwäsche

Da die Räder nach einer Saison trotz Besuchen in der Waschanlage mit Salz, Bremsstaub und weiterem Dreck verschmutzt sind, empfehlen wir von Reifen Service Bergerhoff in Wiehl eine Radwäsche nach dem Reifenwechsel. Damit sollen die Räder vor frühzeitiger Alterung geschützt werden.

Entsorgung

Wer die alten Reifen nicht behalten möchte (etwa als Reserverad), muss diese fachgerecht entsorgen. Wir von Reifen Service Bergerhoff in Wiehl übernehmen das gerne, nehmen dafür aber eine Gebühr.

Reifenalterung

Für jeden Reifen gilt: Seine Lebensdauer ist nach etwa zehn Jahren zu Ende – selbst wenn er noch tadellos aussieht oder kaum benutzt wurde. Warum? Weil die Gummimischung mit der Zeit altert und damit einen Teil ihrer Fähigkeiten verliert. Hohe Temperaturen und Sonnenlicht beschleunigen den Alterungsprozess. Vor allem bei Reisen in südlichen Ländern ist es deshalb während der Sommerzeit sinnvoll, die Reifen von länger abgestellten Autos und Caravans durch Abdecken zu schützen.

Nach schnellen Autobahnfahrten empfiehlt sich eine Wärmeprobe. Ist der Reifen in Ordnung, wird er höchstens gut handwarm sein. Fühlt er sich dagegen überhitzt an, müssen Sie unbedingt den Grund dafür feststellen. Entweder ist hier der Luftdruck zu niedrig, oder eine schleichende Zerstörung von Gürtel und Unterbau kündigt sich an.

Machen Sie sich folgendes zur Regel:

  • Reifen, die älter als 10 Jahre sind nur benutzen, wenn sie vorher ununterbrochen im Einsatz waren.
  • Reifen für Wohnwagen und nicht dauernd benutzte Reifen nach 6 bis 8 Jahren ersetzen.
  • Reservereifen älter als 6 Jahre nur noch im Notfall verwenden.

Das Reifenalter ist auf einer Seitenwand des Reifens zu finden. Es ist ein verschlüsseltes Produktionsdatum.

Ein Beispiel: „0702"

  • „07" bedeutet: 7. Woche
  • "02" bedeutet: Jahr 2002.

Bis zum 31. Dezember 1999 stand nach der dritten Ziffer ein Dreieck, z. B. „8<" für das Produktionsjahr 1998.

Welche Reifengrösse besitze ich?

Hier sehen Sie, an welcher Stelle in Ihrem Fahrzeugschein Sie Informationen zur Größe Ihres PKW-Reifens finden. Klicken Sie auf die Bilder, um die Ansicht zu vergrößern!

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